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25. März 2012

Nobody's Off The Hook

Teddy Thompson ist der Sohn von Richard Thompson und Linda Thompson und ebenfalls Musiker. Ihm ist "Nobody's Off The Hook" gewidmet.

Teddy und Rufus kannten sich bereits als Teenager von Auftritten mit ihren jeweiligen Familien auf Folkfestivals. Später machten sie zusammen Amerikas Großstädte unsicher, nachdem Rufus seinen Plattenvertrag in der Tasche hatte und zuerst nach New York ging und dann nach Los Angeles, um sein erstes Album aufzunehmen. Teddy hatte damals gerade angefangen, Songs zu schreiben. Er spielte auch einige Zeit als Gitarrist in Rufus' Band. Und auf der kommenden Rufus Wainwright Tour wird er wieder dabei sein.

"Nobody's Off The Hook" ist Kammermusik ala Wainwright. Es beantwortet definitiv die Frage, warum seine Musik auch als chamber pop bezeichnet wird. Der Song weist eine traumhafte Klavier- und Streicherbegleitung auf. Die Melodie steht dem in nichts nach. Man fühlt sich eher an ein klassisches Lied erinnert, als an einen Popsong.

Das folgende Youtube-Video zeigt eine seltene Live-Version mit Streichern.

30. Dezember 2011

Going To A Town

Going To A Town war die erste Single von Rufus Wainwrights fünftem Studioalbum, "Release The Stars". Der Song entstand sehr spontan und innerhalb kürzester Zeit, während Wainwright ein bisschen am Klavier 'herumspielte'. Er brach einfach aus ihm heraus. Going To A Town entstand während der Bush-Ära und wurde 2007 veröffentlicht. Wainwright macht hier seinem Frust gegenüber seiner US-amerikanischen Heimat ungeschminkt Luft. Von der Homophobie über die Kriegstreiberei im Namen Jesu' bis hin zur Selbstgerechtigkeit und Arroganz selbst gegenüber Verbündeten, listet er die Verfehlungen des Landes auf.

Begleitet wurde die Single von einem bildgewaltigen Video, in dem die USA als Rosenstrauß - "schön aber dornig" - dargestellt wird. Dieser geht dann später in Flammen auf, was einen Reinigungsprozess symbolisiert.

Anfangs eher direkt und schnörkellos (während die Verfehlungen aufgezählt werden), wird die Musik später (als er seine Bedürfnisse kundtut) etwas langsamer und von sehr langen Tönen geprägt und steigert die Dramatik bis hin zu einem furiosen Ende. Und auch hier ist es nicht zuletzt seiner ausdrucksvollen Stimme zu verdanken, dass man ihm jedes Wort glaubt.

Der Song wird übrigens neuerdings von George Michael in seinen Konzerten gecovert.