River Phoenix war ein sehr talentierter junger Schauspieler und der ältere Bruder von Joaquín Phoenix. Er starb 1993 im Alter von nur 23 Jahren an einem Drogencocktail. Der junge Rufus hatte ihn in dem Film My Private Idaho gesehen und schwärmte von ihm.
Rufus schrieb Matinee Idol über River und seinen Tod. Der Song klingt sehr verspielt, die Studioversion hat gar etwas cabarethaftes. Passend für einen Song über einen Filmstar.
http://www.youtube.com/watch?v=Aw8VEsUMutM
Matinee Idol - Rufus Wainwright
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3. November 2012
4. März 2012
April Fools
April Fools stammt von Rufus Wainwrights Debütalbum. Dies ist einer der poppigsten Songs, die er je herausgebracht hat, und einer der flotteren. Aber auch dieser Popsong lässt nicht die typischen Wainwright-Finessen missen. Da wären zum Beispiel eine ausgeklügelte Bridge nach dem zweiten Refrain und ein fesselndes Keyboard-Solo. Seine Schwester Martha ist als Backgroundsängerin zu hören. Und am Schlagzeug sitzt ein gewisser Jim Keltner, der mit vielen berühmten Musikern gearbeitet hat.
Der Song drückt sehr deutlich aus, dass es damals mit Wainwrights Glaube an die Liebe nicht weit her war. Im Songtext hält die Liebe gerade mal vom Valentinstag bis zum ersten April.
Auch wenn es keine offizielle Single war, gab es zu diesem Song ein Video. Gedreht wurde unter anderem in Gwen Stefanis Haus - die Regisseurin des Videos ist mit ihr befreundet. Sie hat auch einen kurzen Auftritt in dem Video. Darin ist Wainwright mit verschiedenen Opernheldinnen zu sehen, die er vergeblich vom Selbstmord abzuhalten versucht. Die Story des Videos erinnert an einen anderen Song des Albums - Damned Ladies.
Im folgenden Youtube-Video wird er von seiner Halbschwester Lucy begleitet.
29. Januar 2012
Beauty Mark
Diesen Song hat Wainwright als Teenager für seine Mutter geschrieben - meines Wissens so mit 16. In diesem flotten, kleinen Klaviersong - er ist kaum länger als zwei Minuten - vergleicht er sich mit seiner Mutter, zählt Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf. Und kommt schließlich zu dem Schluss, dass seine Mutter ihn liebt, auch wenn er nicht so männlich sein mag.
Vielleicht aber sind das auch die Worte eines Jungen, der sich selbst versichern möchte, dass seine Mutter ihn liebt. Es ist kein Geheimnis, dass Rufus Wainwright und seine Mutter einander sehr nahe standen. Doch als er 18 Jahre alt war soll er seine Mutter mit seinen Bedenken konfrontiert haben, sie würde ihn nicht lieben, weil er schwul ist. Eine frühere Bemerkung ihrerseits muss zu diesen Bedenken geführt haben. Sie hat seine Bedenken weggewischt.
Beauty Mark erschien schließlich auf seinem Debutalbum.
1. November 2011
Millbrook
Millbrook School ist ein privates Internat im Staat New York. Seine Eltern nahmen Rufus Wainwright von der High School in Montreal und schickten ihn dort hin, nachdem der knapp 15-Jährige angefangen hatte, sich wann immer er konnte in die Welt der Oper zu flüchten. Er vergrub sich in seinem verdunkelten Zimmer und gab sich der Musik hin. Was sie nicht ahnten, war, dass der Auslöser dafür ein brutaler sexueller Übergriff eines Fremden gewesen war. Sein Vater, Loudon Wainwright III, soll einen beträchtlichen Teil seines Einkommens dafür aufgewendet haben, seinen Sohn auf diese Schule zu schicken. Rufus genoss wohl die Idylle, wie er später in einem Video zum 75-jährigen Jubiläum der Schule sagte, und machte dort 1991 seinen Abschluss.
Dieser Schule widmete er einen zauberhaften Klaviersong, der auf seinem Debutalbum erschien.
http://www.youtube.com/watch?v=zHeEmWcz1YM
Dieser Schule widmete er einen zauberhaften Klaviersong, der auf seinem Debutalbum erschien.
http://www.youtube.com/watch?v=zHeEmWcz1YM
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